Der Wunschzettel, der davonflog
LINKS ×11 · RECHTS ×11 · ca. 3 Min. Vorlesen
Es war der Tag vor Heiligabend, und in der Küche duftete es nach Zimtsternen. Mia und Opa hatten gerade das letzte Blech Plätzchen aus dem Ofen geholt, da rief Mia: „Mein Wunschzettel! Der liegt noch auf der Fensterbank!“
Sie öffnete das Fenster – und schwupp, packte der Wind den Zettel und trug ihn davon. Erst flog er nach ← links, über den Gartenzaun, dann nach rechts →, an der Laterne vorbei. Er drehte sich in der Luft nach ← links und nach rechts →, als würde er tanzen. Mia und Opa zogen schnell ihre Mützen an und rannten hinterher.
An der Bushaltestelle wartete ein Nachbar mit seinem Dackel. „Ein Zettel? Der ist nach ← links geflogen“, sagte er. „Wuff!“, machte der Dackel und zeigte mit der Schnauze nach rechts →. Mia schaute nach ← links, Opa schaute nach rechts →, und beide entdeckten gleichzeitig ein weißes Blatt über dem Weihnachtsmarkt.
Auf dem Markt duftete es nach gebrannten Mandeln. Der Zettel tanzte über die Buden: ← links am Karussell vorbei, rechts → an den Lebkuchenherzen vorbei, dann wieder ← links zu den Weihnachtssternen. Ein kleiner Hund sprang mal nach rechts →, mal nach ← links, als wollte er helfen.
Plötzlich blieb der Zettel an der Spitze des großen Tannenbaums hängen, ganz oben, rechts → neben dem goldenen Stern. Mia stellte sich auf die Zehenspitzen und reckte erst den ← linken Arm, dann den rechten →. „Da kommen wir nie hinauf“, seufzte Opa.
Doch dann wurde es ganz hell. Zwischen den Lichtern schwebte das Christkind herab. Es pflückte den Zettel mit der ← linken Hand vom Baum und hielt in der rechten → einen Stift. „Den habe ich schon gesucht“, sagte das Christkind und lächelte. „Ich hake ihn gleich ab.“
Mia und Opa winkten, einmal nach ← links, einmal nach rechts →, denn das Christkind flog in großen Kurven davon.
Am nächsten Abend saß Mia ganz ← links auf dem Sofa, Opa ganz rechts →, und unter dem Baum lagen genau die Geschenke, die auf dem Zettel standen – ein paar davon wandern gerade hier im Kreis herum. Die Geschichte ist aus: Jetzt packen alle das Geschenk aus, das sie gerade in den Händen halten!
Der Saugroboter und die Wichtelkiste
LINKS ×14 · RECHTS ×15 · ca. 4 Min. Vorlesen
Bei der Firma Sternschnuppe war heute Weihnachtsfeier. Lichterketten hingen ← links und rechts → im Flur, auf dem Tisch standen Plätzchen und Stollen, und in der Ecke wartete die große Wichtelkiste mit allen Geschenken. Alle hatten ihr Wichtelkind gezogen, alle hatten fleißig eingepackt. Was konnte da schon schiefgehen?
Dann fuhr Bruno um die Ecke. Bruno war der neue Saugroboter, und Bruno nahm seine Arbeit sehr ernst. Er rollte ← links am Drucker vorbei, rechts → an der Kaffeemaschine vorbei, drehte sich einmal nach ← links, einmal nach rechts →, stieß sanft gegen die Wichtelkiste – und schob sie einfach vor sich her.
„Halt! Die Geschenke!“, rief Frau Winter aus der Buchhaltung. Bruno piepte freundlich und bog nach ← links in den Gang. Frau Winter rannte nach ← links, Herr Sommer aus dem Vertrieb rannte nach rechts →, um ihm den Weg abzuschneiden. Die beiden stießen in der Mitte zusammen, und Bruno fuhr gemütlich nach rechts → weiter.
Jetzt halfen alle mit. Die IT schaute ← links hinter den Servern nach, das Marketing rechts → unter den Schreibtischen. Die Chefin stieg auf einen Stuhl und rief: „Team eins nach ← links, Team zwei nach rechts →, und wer übrig ist, passt auf die Plätzchen auf!“
Bruno aber hatte seinen eigenen Plan. Er drehte eine Runde durch die Küche und sammelte dabei drei Plätzchenkrümel, eine Büroklammer und einen einsamen Weihnachtssocken ein. Dann bog er ← links ab, dann rechts →, dann zweimal ← links und dann noch einmal rechts →. Die ganze Abteilung lief hinterher wie eine kleine Polonaise.
Plötzlich piepte Bruno dreimal. Erst leuchtete sein ← linkes Lämpchen rot, dann das rechte →, und eine Computerstimme sagte: „Akku leer.“ Mitten im Flur, rechts → neben dem Weihnachtsbaum, blieb er stehen – die Wichtelkiste noch vor der Nase.
Die Chefin hob die Kiste mit der ← linken Hand an und stützte sie mit der rechten →. Alle Geschenke waren da, ein bisschen staubfrei geputzt, aber heil. „Bruno bekommt dieses Jahr auch ein Geschenk“, entschied sie. „Eine Ladestation mit Schleife.“
Dann setzten sich alle in einen großen Kreis. Frau Winter reichte den Stollen nach ← links, Herr Sommer die Plätzchen nach rechts →. Der Stollen wanderte gleich wieder nach ← links zurück, weil Herr Sommer noch ein Stück wollte, und dann doch wieder nach rechts →. Jemand legte leise Weihnachtsmusik auf. Die Chefin schaute nach ← links, schaute nach rechts → und sagte: „Danke euch allen für dieses Jahr. Ohne euch wäre kein Päckchen pünktlich angekommen.“
Und hier endet die Geschichte. Jetzt packen alle das Geschenk aus, das sie gerade in den Händen halten!